Profis denken JETZT an das #Weihnachtsgeschäft

Noch 120 Tage: höchste Zeit, an Weihnachten zu denken!

Große Versandhändler sind schon längst mitten drin, KMU sollten nun dringend nachziehen: die Rede ist von der Planung des Versandhandel Weihnachtsgeschäftes.

Viele Fragen sind zu klären.

Soll der Internetauftritt weihnachtlich gestaltet werden? Von wem, und wann, und was kostet das ? Viele Webdesigner und Programmierer sind bereits jetzt ausgebucht.

Wird Briefpapier oder Postkarten für die Weihnachtsgrüße benötigt? Ab dem 1. September steigen erfahrungsgemäß die Preise dafür.

In 120 Tagen ist Weihnachten. Wer als Versandhändler denkt, sich jetzt noch beruhigt zurücklehnen zu können, der irrt. Gerade falls es im Geschäft jetzt eher ruhig läuft, sollte man die Zeit nutzen um das Versandhandel Weihnachtsgeschäft vorzubereiten.
Dann nämlich kann man Ende November, wenn alle Anderen in Panik verfallen, ganz entspannt bleiben.

Kontaktieren Sie uns jetzt schon.

Auch bei uns können Sie jetzt noch weihnachtliche Grafiken oder Animationen bestellen. Und auch wer „nur“ einen Adventskalender benötigt, kann diesen jetzt schon einbauen lassen – und braucht ihn am 1. Dezember nur noch mit einem Klick aktivieren.
Jedes Jahr wieder verpassen Versandhändler diese Möglichkeiten und finden im November niemanden mehr, der für sie Zeit hat.

#Abmahnungen: CCC bietet kostenlose Hilfe an – Anwalt rät davon ab

Ein immer häufigerer Zeitfresser für Unternehmer und ein Albtraum vor allem für unsichere Existenzgründer und Jungunternehmer sind ungerechtfertigte Abmahnungen, zum Beispiel wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen. Viele der Abgemahnten haben Angst vor einem kostspieligen Gerichtsverfahren und zahlen einfach nur, um ihre Ruhe zu haben – ein fataler Irrtum.

Der Hamburger Chaos Computer Club hat zusammen mit dem Förderverein freie Netze die neue Website „Abmahnbeantworter“ vorgestellt. Wer sich sicher ist, die abgemahnte Urheberrechtsverletzung nicht begangen zu haben, braucht hier nur ein paar Daten zu seiner Person zu hinterlegen und bekommt vom System einen rechtssicheren Antwortbrief, den er dem Abmahner zusenden kann. Durch diesen Brief soll der Abmahner unter Druck gesetzt werden, sagt der CCC.

„Unsinn“ schreibt dazu der Anwalt Markus Kompa, selbst Mitglied im CCC, in seinem Blog. Durch das Formular würden die Händler zuviel von sich preisgeben, und:

Ich habe auch noch keinen gestandenen Abmahner gesehen, der vorgerichtlich eine urheberrechtliche Abmahnung zurückgenommen hätte.

Stattdessen empfiehlt Kompa, die Verteidigung den Anwälten zu überlassen. Ein anwaltliches Antwortschreiben würde gleich klarstellen, das der Abgemahnte professionell verteidigt würde.

Auf jeden Fall ein spannendes  Projekt, man wird sehen ob es erfolgreich wird oder nicht. Eine ähnliche Automatisierung gibt es derzeit in Großbritannien mit „do not pay„, einem automatischen Widerspruch gegen unrechtmäßig erteilte Knöllchen. Die dortige Seite hat eine hohe Erfolgsquote gegenüber den Behörden: 2015 wurde sie bereits 250.000 mal genutzt, davon 160.000 mal mit Erfolg. Inzwischen kann der Bot auch Schadensersatz bei Flugverspätungen einfordern und soll sich nun verstärkt für Menschen einsetzen, die aus ihrer Wohnung geworfen wurden.

#AdWords jetzt mit längeren Anzeigentexten

Google hat nun auch offiziell eine neue Funktion ausgerollt: es gibt längere Anzeigentexte!

Für die Überschrift stehen nun zwei Zeilen zur Verfügung statt nur einer, diese werden je nach Bildschirm entweder nebeneinander oder untereinander dargestellt. Auch der Werbetext darunter darf nun 10 Zeichen länger sein als bisher.  Eine eigene mobile Version, wie wir sie bisher für jede Anzeige ausgespielt haben, ist somit (in unserem Fall) nicht mehr notwendig.

Alle unsere Ad Words  Kunden erhalten in den nächsten Wochen komplett neue Anzeigentexte, denn das alte Format wird schon bald von Google abgeschafft.  Kunden, die die monatliche Ad Words Pauschale gebucht haben, erhalten diese neuen Anzeigen kostenlos.

#barzahlen.de wächst weiter

Der Online-Newbie „barzahlen.de“ wächst weiter in ansehnlichem Tempo.  Inzwischen gibt es mehr als 10.000 Filialen in Deutschland, die barzahlen.de anbieten.  Im Jahr 2014 berichteten wir über den großen Deal mit der Telekom, der schlagartig alle Telekom-Shops in barzahlen-Anbieter verwandelte. Seitdem sind noch hinzugekommen: Budni, Penny und Rewe. Bereits an Bord waren real und dm.

Barzahlen existiert seit 2011 und ermöglich Endverbrauchern online einzukaufen, den Einkauf aber im nächstgelegenen Geschäft zu bezahlen. Das sorgt bei dem Endverbraucher für ein Stück Anonymität und ein sicheres Gefühl (es können keine Bankdaten ausgespäht werden).  Der Onlinekauf wird einfach zusammen mit dem Wochenend-Einkauf an der Kasse des Supermarktes bezahlt.

Vorteil für den Händler: Wenige Augenblicke später springt die Bestellung im Shop auf bezahlt, und er kann sie versenden. Es ist quasi eine Mischung aus Vorkassenzahlung und Nachnahme – nur ohne die elenden retournierten Nachnahmesendungen.
Zahlt der Kunde nicht, springt die Bestellung nach einer vorher konfigurierten Anzahl von Tagen auf „storniert“.

Wer Nachnahme anbietet, dem können wir Barzahlen.de als Alternative sehr empfehlen.

Für Endverbraucher interessant: inzwischen kann man mit Barzahlen.de auch Geld auf das eigene Konto einzahlen (oder auszahlen lassen) und sogar Reisen bezahlen – im Supermarkt.

Paypal: Massive Störungen zum Lastschriftverfahren

Immer mehr Paypalnutzer berichten, dass es vermehrt zu Fehlern beim Lastschrifteneinzug über Paypal kommt. Zahlungen werden nicht abgewickelt, Bankkonten für ungültig erklärt und aus dem Paypalkonto gelöscht. Wurde keine Kreditkarte als Alternative hinterlegt, kam es zu Rücklastschriften.

Paypal sendete betroffenen Kunde eine Mail mit der Information, die Bank hätte mitgeteilt das Konto sei geschlossen und daher könne keine Zahlung mehr erfolgen.
Man geht derzeit von mehreren 1000 betroffenen Nutzern aus.

Auf der Paypal Webseite werden Kunden nun darüber informiert, dass es durch einen technischen Defekt am 27. und 28.07. zu diesen Fehlern kam. Zudem entschuldigt sich das Unternehmen und kündigt an, mit Hochdruck an der Lösung des Problems zu arbeiten.
Noch ist aber unklar, wie Kunden ein deaktivietes Konto wieder aktivieren können – dass ist bei Paypal in der Regel so einfach nicht möglich.

#Onlinebanking Achtung neue Betrugsmasche

Im Bereich Onlinebanking gibt es eine neue Betrugsmasche. Mithilfe eines Trojaners wird auf den Browser zugegriffen und die Anzeige im Browser manipuliert. Die Ansicht des Onlinekontos zeigt nun einen Geldeingang an, mit dem Absender „Finanzamt“. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, das es sich um eine Fehlerüberweisung handelt und man das Geld zurücküberweisen soll.

Die hinterlegte Bankverbindung ist natürlich die der Betrüger. Erst wenn man die ausgedruckten Kontoauszüge bekommt wird klar, das es keinen Geldeingang gab – sondern nur die Rücküberweisung.

#Ad Words jetzt mit sogenannten Echtzeit-Updates

Ad Words bietet einige neue coole Funktionen.

Countdown:
Ein besonderes Angebot gilt vielleicht nur für eine bestimmte Zeit. Bisher musste man das irgendwie im Text hinweisen. Nun geht das viel eleganter – und auffälliger!Direkt bei der Erstellung einer neuen Textanzeige fügt man nun an der gewünschten Stelle einfach eine geschweifte Klammer hinzu: {

Nun geht ein Fenster auf, in dem man alle relevante Daten eintragen kann: Wann der Countdown endet, wann er beginnt, und ob die Zeitzone des Kontos berücksichtigt werden soll oder die Zeitzone des Betrachters.

Ein bisschen doof dabei ist, das Google immer den Singular benutzt. Läuft die Aktion 10 Tage, so steht in der Anzeige „in 10 Tage“. Ansonsten: sehr coole Sache, die wir nun auch häufiger benutzen werden!

Individuelle Anzeigen je nach Keyword

Ein wenig komplizierter in der Anwendung – vielleicht sollte man hierzu mal einen Automatismus programmieren. Google benötigt eine CSV Datei mit Produktdaten, zum Beispiel für Funkuhren:

Modell Ascot       mit Kalender     mit Funk    59 €   2016/07/29
Modell Ascot       ohne Kalender     mit Funk    39 €   2016/07/28

Dann legt man eine Anzeige mit Platzhaltern an, zum Beispiel

Tolle Funkuhr,{=Funkuhren.Modell}
www.meinefunkuhr.de
{Funkuhren.Kalender} , {Funkuhren.Funk}
jetzt nur {Funkuhren. Startpreis} – Angebot endet in {=COUNTDOWN(Funkuhren.Angebotsende)}

In freier Wildbahn sieht das dann so aus. Der Kunde sucht „Funkuhr Modell ascot mit Kalender“ und erhält diese Anzeige:

Tolle Funkuhr, Modell Ascot
www.meinefunkuhr.de
mit Kalender, mit Funk
jetzt nur 59€ – Angebot endet in 10 Tagen

Man könnte die Anzeige auch einfach auf alle Funkuhren beziehen, d.h. man hinterlegt nicht mehr pro Produkt Daten, sondern nur pro „Thema“.

Zielkampagne:  Funkuhren
Zielanzeigengruppe: Ascot Funkuhren
Anzahl Modelle: 4
Startpreis: 39,-

ergibt dann automatisch eine Anzeige wie:

Ascot Funkuhren
www.meinefunkuhren.de
4 Modelle zur Auswahl
Schon ab 39,- Euro

Die CSV Datei kann täglich aktualisiert werden, somit hat man alle notwendigen Informationen – und zwar ALLER Produkte im Shop – an einer zentralen Stelle hinterlegt, und Google kann immer Werbung für die Sonderangebote machen.

Wichtig zu wissen: Die dynamischen Anzeigen werden nur geschaltet, wenn es zur Sicherheit („Fallback“) eine normale Anzeige gibt. Diese wird nur im Notfall geschaltet, falls die dynamische nicht funktioniert.  Die normale Anzeige muss zuerst erstellt werden. Ansonsten wird die dynamische abgelehnt.

#Mastercard greift Apple Pay an

Kennt irgendjemand Masterpass? Das ist ein Mastercard-Bezahldienst, der das Bezahlen per NFC erlaubt, also kontaktlos per Handy. Aber: nur in den USA; nur auf Android, und nur für Kunden bestimmter amerikanischer Banken. Das sind 3 „nur“ zu viel. Nun plant Mastercard den großen Coup und will Masterpass nach Europa, Asien und Afrika bringen.

Nun die eher schlechte Nachricht: Mastercard löst es auf die „faule“ Art und stellt lediglich eine Programmier-Schnittstelle zur Verfügung. Die Arbeit sollen die Banken selbst machen. D.h. jede einzelne Bank soll eine Masterpass-App programmieren. Was soll das? Die Weltherrschaft wird Mastercard so sicherlich nicht erlangen.
Sollte Mastercard doch noch dahin kommen, wirklich eine unabhängige Masterpass-App für alle Geräte und für alle Kunden zu entwickeln, dann könnte es allerdings eng werden für andere Zahldienste, denn der Kreditkartenanbieter ist auch in Deutschland gut auf dem Markt vertreten.

Kontaktloses Bezahlen gehört zu den spannenderen Entwicklungen der nächsten Jahre und könnte langfristig sogar die Existenz von Bargeld in Gefahr bringen.

Ebay bastelt weiter hinter Amazon her

Ach, was erinnere ich mich gerne an die Zeiten, als Ebay noch bei Vorträgen erzählte, wie viel toller man als Amazon sei, sogar noch, als die Kurve von Amazon die von Ebay schnitt / überholte.  Lang ists her, und Amazon liegt klar vorne. Ebay hat erkannt das die eigene – natürlich viel bessere Strategie – nicht funktioniert und baut nun Amazon nach.

Nun kommt der nächste Schritt. Ebay hat das israelische KI-Unternehmen „Salespredict“ gekauft. Wie der Name schon andeutet, ist das Unternehmen spezialisiert auf die Analyse und Entwicklung von Vorhersagefunktion (Predictive Analytics) im Bereich Verkäufe (Sales). Dieselbe Technologie kommt auch schon bei Amazon zum Einsatz, nämlich um ähnliche Artikel zu finden, die man dann miteinander vergleichen kann, oder für Cross Selling Marketing.

Das Salespredict Team arbeitet nun in Ebays Entwicklungsabteilung, der „Data Science“ Abteilung von Ebay Israel, geleitet natürlich von der Firmengründerin Kira Radinsky. Zur Orientierung: Kira Radinsky ist nicht irgendjemand sondern wurde schon im Jahr 2015 vom Forbes Magazin als eine der 30 wichtigsten Personen unter 30 Jahren im Bereich der Unternehmenstechnologie bezeichnet (okay, sie war damals 29, rutschte also gerade so in die Liste noch mit rein – sie ist Jahrgang 1986). Im zarten Alter von 15 Jahren begann sie mit ihrem Studium an der Top-Technologie Schule Technion-Israel Institute of Technology.  Später traf sie Eric Horvitz, Kopf von Microsoft Research, und entwickelte mit ihm zusammen ein Programm das alle möglichen Naturkatastrophen vorhersagen kann.

Also genut mit dem Ebay Bashing 😉

Mit anderen Worten, Ebay hat hier schon einen ordentlichen Fang gemacht und man darf wohl erwarten, das „den Warenkorb“, wie es bei Amazon immer so schön heißt, nicht automatisch der billigste Anbieter bekommt.  Ob man dann in Zukunft immer EAN Nummern hinterlegen muss (wie bei Amazon), oder ob die Software auch „einfach so“ die Produkte erkennt, wird sich zeigen.

 

 

Warum Mega Menüs doof sind

Mega Menü? Nein, die Rede ist nicht von Burgern, sondern – natürlich – von Internetshops.

Mega Menüs sind Menüs, die von oben her aufklappen und auf einen Schlag die komplette Navigation anzeigen.  Ein (Ironie an) HÜBSCHES Beispiel (Ironie aus) ist Otto.de

Klar, Otto hat wahnsinnig viele Kategorien. Erstens hat man auf diese Weise alle Kategorien untergebracht und zweitens vermute ich das der Webdesigner denen gesagt hat, das jetzt alle Websites auf die volle Breite gehen – das sei „State of the Art“ – chic eben. Kategorieboxen auf der linken Seite? phhh, doof.

Dazu sollte man wissen, das die Ansprüche und Wünsche von Designern und Suchmaschinenoptimierern häufiger aufeinanderprallen. Die Designer möchten große, bunte, hochauflösende Fotos, die Optimierer kriegen einen Anfall wenn sie die Ladezeiten der Bilder sehen.

So auch hier. Das Problem bei „Mega Dropdown Menüs“ ist nämlich, das die Suchmaschine hier alle Kategorien auf einmal sieht. Wer sich die Mühe macht, einmal shopbetreuung.com im Quellcode anzugucken (rechte Maustaste – Quellcode), der wird hier nur die Hauptkategorien im Quellcode finden. Wer dasselbe bei Otto macht, sieht ALLE Kategorien.  Jeder Kategorie ist ein „ausgehender Link“.  Noch dazu fragt sich jede Suchmaschine: Um was gehts hier eigentlich?  Das Thema jeder einzelnen Unterseite wird durch diese Vielzahl an Links verwässert und unklar.

Gegenbeispiel: Apple. Die Seite von Apple ist klar und hat wenige Hauptkategorien, die sich erst bei Klick aufgliedern. Iphone -klick –  Iphone 6 – klick – iphone6 plus – klick – space grau.
Suchmaschinen lieben Klarheit und Struktur. Bei jeder Unterseite von Apple ist klar worum es geht („iPhone 6 Plus 64GB Space Grau“).

Also: wer sich ein „schickes“ Mega Dropdown Menü programmieren lässt, der sollte einen gewichtigen Grund in Form vieler hundert Kategorien haben, das es nicht mehr anders geht. Und: derjenige muss bereits sein, für diesen Chic ein wenig Suchmaschinenpräsenz einzubüßen.
Hey, wer so bekannt ist wie Otto, kann sich das leisten 😉