Geoblocking Verordnung: EU Länder jetzt freischalten!

Innerhalb der Europäischen Union soll der Warenverkehr grenzenlos und reibungslos ablaufen. Der freie Warenverkehr ist einer der vier Grundfreiheiten („Freier Warenverkehr, freier Personenverkehr, freier Dienstleistungsverkehr, freier Kapitalverkehr“) der EU.

In der Realität aber klappt das alles noch nicht so recht. Italiener, die eine deutsche Seite ansteuern, werden auf eine italienische Seite zwangsumgeleitet, die höhere Preise aufweist, oder nach dem Login und Angabe des Lieferlandes Spanien ändern sich plötzlich die Preise. Oder man kann sich als Deutscher gar nicht erst in einem französischen Shop registrieren.  (Ist es Ihnen schon einmal passiert, das Sie als Deutscher einen französischen Supermarkt nicht betreten dürfen?   Nein, oder?)

Mit dieser Blockade soll nun Schluss sein. Die Geoblocking-Verordnung will den grenzüberschreitenden Onlinehandel in der EU vorantreiben. Kunden sollten beim grenzüberschreitenden Kauf nicht mehr benachteiligt werden.
So dürfen Online-Händler Kunden aus einem anderen Mitgliedsstaat nicht mehr pauschal den Zugang zu ihren Onlineshops verwehren (Stichwort: Länder freischalten!).  Die Endverbraucher sollen künftig dieselben Möglichkeiten haben, als ob sie in einem stationären Geschäft einkaufen würden.

Konkret sieht die Geoblocking-Verordnung drei Punkte vor:

  1. Keine unterschiedlichen Zahlungsbedingungen mehr
  2. Keine unterschiedlichen Preise mehr
  3. Keine Sperrung des Shops gegen ausländische EU Kunden, keine Zwangsumleitung auf einen anderen Shop.

Händler sind nun also dazu verpflichtet, es allen europäischen Kunden zu ermöglichen, seine Produkte aufzurufen und sie zu den gleichen Konditionen zu kaufen wie die bisherigen Kunden des Händlers.

Nach Auskunft der IT Recht Kanzlei sind Händler aber NICHT verpflichtet, die Ware ins Ausland zu LIEFERN. D.h. im Zweifelsfall muss der ausländische Kunde sich selbst um die Abholung / Zustellung kümmern, z.B. indem er eine deutsche Lieferadresse benennt.

Zusammenfassend erscheint uns hier am Wichtigsten:
– Die Registrierung im Shop muss allen EU Bürgern ermöglicht werden
– Elektronische Transaktionen wie Überweisung, Paypal, Lastschrift und Kreditkarte, vermutlich auch Kauf auf Rechnung, müssen für alle EU Kunden zur Verfügung stehen.

Möchten Sie es detaillierter wissen, lassen Sie sich bitte von einem Rechtsanwalt beraten, z.B. von der IT Recht Kanzlei.

Die Verordnung tritt am 3. Dezember 2018 in Kraft. Sie gilt übrigens auch für Nicht-EU Händler, also z. B. Händler in der Schweiz, die in die EU hinein verkaufen wollen!

WICHTIG: Wartungsarbeiten DHL Geschäftskundenportal

Wartungsarbeiten bei DHL in der Nacht vom 11.10.2018 ab 22:00 Uhr bis 12.10.2018

Am 12.10.2018 wird ein Update für die Funktion „Versenden“ im DHL Geschäftskundenportal bereitgestellt.

Die Installation wird am Donnerstag, den 11.10. um 22:00 Uhr beginnen und voraussichtlich bis Freitag, den 12.10 bis 06:00 Uhr dauern.

Die Funktion „Versenden“ sowie der Webservice und das Polling stehen während der Arbeiten nicht zur Verfügung, da die Funktion vollständig heruntergefahren werden muss. Während der Wartungsarbeiten wird Besuchern beim Aufruf der Funktion eine informierende Wartungsseite angezeigt.

Verpackungslizenzierung: Frist bis 31. Dezember 2018 beachten

Das neue deutsche Verpackungsgesetz tritt zum 01.01.2019 in Kraft. ALLE (!) Händler, ob groß oder klein, ob schon registriert oder nicht, müssen sich (erneut) bei der Zentralen Stelle registrieren.

Was genau muss ich tun um das Verpackungsgesetz zu erfüllen?

Die Registrierung kann hier vorgenommen werden. Kosten fallen für die Registrierung keine an. Rechtliche Hintergrundinformationen siehe diesen Beitrag der IT Recht Kanzlei.

Nach der Registrierung müssen Sie Ihre Verpackungen bei einem dualen System lizenzieren. Eine aktuelle Übersicht der anerkannten dualen Systeme finden Sie hier.

Welches der Systeme soll ich nehmen?

Wenn Sie bereits Mandant bei der IT Recht Kanzlei sind, kann sich eine Anmeldung bei Reclay lohnen, siehe hier.

Was muss ich danach tun?

Sie müssen das Gewicht der von Ihnen in Verkehr gebrachten Verpackungen mindestens einmal im Jahr an „Ihr“ duales System UND an die Zentrale Stelle melden. Auch hier finden Sie Hintergrundinformationen bei der IT Recht Kanzlei.

Wo finde ich mehr Informationen zum Verpackungsgesetz?

Hier finden Sie eine Seite mit ausführlichen Informationen zum Verpackungsgesetz.

Was tun bei verdächtigem E-Mail Anhang?

Hello, I am interested in your products and would like to order 15,000 of them. Can you deliver that much? You can find our order in the appendix.

Jeder Händler bekommt früher oder später eine solche E-Mail, inzwischen sogar angereichert mit korrekter Ansprache und dem konkreten Produkt, zum Beispiel:

Good morning Mr. Meyer, I am interested in your product „High-End Computer XT123“ and would like to order 15,000 of them. Can you deliver that much? How much would be the shipping to Italy? You will find our order and all legally required papers for export in the appendix.

Vorsicht bei Bestellungen, die zu schön sind, um wahr zu sein.

…denn meistens, so schade das ist, sind sie es nicht. In der Regel befindet sich im Anhang ein Virus, in manchen Fällen ein virenverseuchtes Dokument, das einer ersten Prüfung auf einem Computer ohne Virenscanner sogar standhalten würde.

Auf das Bauchgefühl hören!

Häufig hat der Empfänger bereits ein blödes Gefühl, doch wenn der eigene Virenscanner nicht anschlägt, öffnet man die Datei dann halt doch. Nur leider: selbst die besten Virenscanner haben eben keine 100%ige Erkennungsrate. Und auch Linux- und Macuser dürfen sich heutzutage nicht mehr völlig sicher fühlen.

Kostenloser Online Virenscanner

Die Website „Virustotal“ bietet die Möglichkeit, eine Datei hochzuladen, oder, falls diese bereits online vorhanden ist, die URL anzugeben. Ganze 58 Virenscanner laufen dann im Hintergrund und untersuchen diese Datei!

Wer steckt dahinter?

Virustotal ist ein Angebot der Firma Chronicle Security Ireland Limited. Chronice gehört zum Unternehmen Alphabet, des Mutterkonzerns von Google, ist also ein Schwesterunternehmen von Google.  Aktuell baut Google hier die zahlungspflichtigen Premiumfunktionen aus, beispielsweise kann man sich die Ergebnisse privat anzeigen lassen – in der kostenlosen Version sind die Ergebnisse für alle Community Mitglieder sichtbar! Außerdem soll die Premiumversion noch genauer in der Erkennung sein und schneller arbeiten.

Das Weihnachtsgeschäft mit Google Ad Words erfolgreich gestalten

Es ist Mitte September und die ersten Leute gehen jetzt los und kaufen Weihnachtsgeschenke. Klingt unglaublich, stressig und nervig? Finde ich auch. Ist aber so. 19 % der Verbraucher gaben letztes Jahr an, im September oder noch früher mit den Weihnachtseinkäufen zu beginnen.

Immer wichtiger im Weihnachtsgeschäft: die Online Werbung. Bei einer NRF-Umfrage gab ein Drittel der Käufer an, dass sie bei allen Wochenendeinkäufen in der Vorweihnachtszeit von Werbeaktionen beeinflusst wurden (+11,4 % im Vergleich zum Vorjahr).

Es ist also höchste Eisenbahn, sich um den Google Ad Words Account zu kümmern. Doch womit fängt man an?
Erst einmal muss man sich vor Augen führen, wie das letzte (und am Besten auch: das vorletzte) Weihnachtsgeschäft lief. Das bedeutet: Statistiken wälzen, Klickraten, Verkaufsraten der verschiedenen Weihnachtsanzeigen 2017, die Sie hoffentlich NICHT in die Tonne gekloppt sondern nur pausiert haben.

Wenn Sie nun wissen, welche Produkte, Keywords, Anzeigen und Verlinkungen an welchen Wochentagen und um welche Uhrzeit letztes Jahr gut liefen, kommt die Planung:

  • was wollen wir dieses Jahr bewerben?
  • gibt es neue Produkte die wir hinzunehmen möchten?
  • Wer ist für die Kampagnen zuständig (im Idealfall jemand, der zur Weihnachtszeit auch wirklich erreichbar ist und nicht zufällig Urlaub hat)? Es ist wichtig, das es hier EINE Person gibt, und nicht mehrere Köche den Brei verderben. Die Anderen mögen sich dann bitte raus- und mit ihrer Meinung zurückhalten.

Finanzielle Planung:

  • wie hoch ist das Budget? Planen Sie mindestens 50% mehr ein als Sie letztes Jahr benötigt haben. Immer mehr Menschen kaufen online ein.
  • Sind die Kontoangaben korrekt?
  • Ist die Kreditkarte hoch genug belastbar?
  • Wer ist zuständig und erreichbar im Falle von finanziellen Problemen im Zusammenhang mit dem Konto?

Dann die Frage nach dem „wie stark wollen wir präsent sein“.
Dieses Jahr reicht das Angebot bereits von Textanzeigen als Antwort auf Suchanfragen, über Werbebanner, YouTube Videos bis hin zu Shopping Anzeigen.  Nächstes Jahr werden übrigens auch noch Werbetafeln in den Städten hinzukommen, also die typische Ströer-Domäne, dies nur als Vorwarnung.

Nun muss geklärt werden:

  • wer ist für die YouTube Videos zuständig? Im Idealfall sollte der Entscheider sich auch um den Dreh kümmern, um Ping-Pong Spiele zwischen Abteilungen zu vermeiden.
  • wer ist für die Google Shopping Anzeigen zuständig?
    Hier sollte im Sinne einer schnellen und flüssigen Arbeit der Techniker, der für das Übertragen der Produkte zu Google zuständig ist, auch die Verantwortung für den Filter (welche Produkte sollen beworben werden und welche nicht) übertragen bekommen.  Ein Tipp: Google bietet inzwischen „Feed-Regeln“ an, mit denen man zum Beispiel Suchen und Ersetzen kann – und somit Produktnamen verändern kann (kennen unsere Kunden vielleicht vom Landingpage Manager)
  • wer kümmert sich darum, das Preise und Bestände immer aktuell sind?  Preise zur Weihnachtszeit sind Chefsache. Bestände sollten im Lager „beaufsichtigt“ werden.
  • wer sorgt dafür das die Produkte ansprechende Bilder und Texte haben?  Denn Interessenten auf das Produkt zu lenken, ist nur die halbe Miete.
  • welche Vorkehrungen gibt es damit Links nicht plötzlich ins Leere führen?  Eine Möglichkeit wäre ein Cronjob, der die Verlinkungen täglich prüft.
  • ist die Website optimiert für mobile Geräte? wie lange brauchen die Fotos bis sie geladen sind?  Können wir sie evtl komprimieren? Ist der Button „in den Einkaufswagen“ einfach und schnell zu finden, im Idealfall: ohne Scrollen?
  • Was machen wir mit Kunden, die die Website ohne Kauf verlassen?  Wollen wir diesen über Remarketing einen Rabatt anbieten?
  • Was ist mit Kunden außerhalb Deutschlands? Können wir diese heute schon abholen, oder müssen wir erst noch unsere Website internationalisieren (falls Letzteres: JETZT NOTIEREN und auf Wiedervorlage für Januar!)

Und jetzt noch eine Frage, die tatsächlich sehr häufig übersehen wird:

Haben Sie jetzt schon alle Versandkartons, die Sie vorraussichtlich brauchen werden?

2017 waren tatsächlich viele Kartonhändler ausverkauft. Das wird dieses Jahr noch schlimmer werden…

 

 

Bitte jetzt Aufträge für das Weihnachtsgeschäft erteilen!

Der Sommer ist vorbei und in 3 Tagen wird es die ersten Weihnachtskekse im Supermarkt geben.  Allerhöchste Zeit, sich Gedanken zu machen, was im Shop noch benötigt wird: Adventskalender?   Live Shopping?  Bilderslider?   Eine Anbindung an JTL ?
Oder gar einen größeren Hostingtarif, um dem voraussichtlichen Ansturm gerecht zu werden?
Höchste Eile ist geboten, denn es herrscht Vollbeschäftigung auf dem Programmierer-Markt, alle Programmierer sind bereits jetzt am Wirbeln.  Wer also im Weihnachtsgeschäft Dinge in seinem Shop einsetzen möchte, die es momentan dort noch nicht gibt, muss genau JETZT buchen, damit die Programmierung noch rechtzeitig zum 1. Dezember steht.

Nun doch: Ebay baut Amazon nach

Eine Zeitlang sah es so aus, als sei Ebay von den Plänen abgerückt, Amazon zu kopieren. Doch nun steht fest: 2019 kommt „Ebay PBSE“.

Was ist PBSE?

PBSE steht für „product based shopping experience“, also „Produktbasiertes Einkaufserlebnis“  und  ist nichts anderes als das Zusammenfassen aller Händler zu einer Ansicht, wie Amazon es schon immer betrieb.

Wie funktioniert Ebay PBSE?

Hiezu treibt Ebay aktuell die Standardisierung der Daten voran. Ähnlich wie die ASIN bei Amazon, wird es bei Ebay zukünftig die ePID geben. Und auch wie bei Amazon gilt: wenn es ein Produkt noch nicht gibt, kann der Händler es anlegen und Ebay vergibt dann eine ePID.

Für Händler bedeutet das, das sie noch im Laufe diesen Jahres sich mit dem Thema ePID beschäftigen sollten.

Ebay PBSE auf Afterbuy

Händler die den Dienstleister „Afterbuy“ benutzen, werden im Laufe des Jahres die Möglichkeit erhalten, im Ebay-Lister per Mausklick die passende ePID zu ermitteln und zuzuweisen. Losgehen wird es mit dem Bereich „Technik“.

Ebay PBSE jetzt schon ansehen

Wer sich einmal ansehen möchte, wie Ebay dann aussehen wird: die Amerikaner sind da schon weiter. Klicken Sie hier, um sich eine Ebay Übersicht mit PBSE anzusehen.

Informationen auf Ebay zum Thema PBSE.

Google Mail: „Neue Probleme mit Indexabdeckung“

Indexiert, obwohl durch robots.txt-Datei blockiert:

Nahezu alle Händler erhalten in diesen Tagen eine E-Mail von Google, das eine oder mehrere Seiten indexiert wurden obwohl sie durch die Robots.txt Datei blockiert wurde. Hierbei geht es um PDF Dateien oder Bilder die im Ordner „Media“ abgelegt wurden.

Grund hierfür ist, das Google verstärkt auf Nutzersignale achtet. Wenn also ein PDF ständig von Nutzern aufgerufen wird, weil es inhaltlich so gut ist bzw im Shop an vielen Stellen verlinkt wurde, dann wird es von Google in den Index aufgenommen und in diesem Fall die Blockier-Hinweise der Robots.txt mißachtet.

Genauere Infos zum Phänomen „Omas Kuchenrezept“ finden Sie bei SISTRIX.

Umfrage zur Paypal Gebührenerhöhung

Übers Wochenende hatten wir eine Blitzumfrage unter den Nicht-Urlaubern gestartet:
wer nutzt eigentlich Paypal um Kauf auf Rechnung oder Lastschrift anzubieten?
Und wer bietet es auf eigene Gefahr an?

Wieviele Händler bieten Kauf auf Rechnung an?

Satte 80% der befragten Händler bieten inzwischen der Deutschen liebstes Zahlungsmittel, den Rechnungskauf an.
Fast 20% dieser Händler bemühen dafür Paypal Plus, weitere 5,5%  andere Anbietern wie Billpay oder Klarna.

Ein Drittel der Händler gibt den Kauf auf Rechnung nur manuell / auf Anfrage für ihnen bekannte Stammkunden frei, weitere 16% zwar automatisiert, aber erst ab der 2. oder 3. Bestellung.

Für wirklich alle Kunden bieten nur 22% der Händler den Kauf auf Rechnung direkt und auf eigene Gefahr an.

Probleme mit Rechnungskäufen?

60% der Händler hatte noch nie Probleme mit Rechnungskäufen, das klingt erst einmal viel, aber es betrifft natürlich ALLE Händler die Drittanbieter benutzen, weil hier bei Problemen der Drittanbieter einspringt. Beim Rest der Händler sind es ca. 31% die schon einmal Probleme mit unbezahlten Rechnungen haben, meistens zwischen 5 und 15 unbezahlten Rechnungen im Jahr.

Wie viele Händler bieten Lastschrift an und gibt es Probleme?

Lastschrift bieten erheblich weniger Händler an, nur 34% gaben an, überhaupt Lastschrift in ihrem Shop anzubieten. Vom Rest nutzt 46% Paypal Plus, 20% auf eigene Gefahr ab einer späteren Bestellung und 20% komplett auf eigene Gefahr für alle Kunden. Nur 4% nutzen dafür andere Drittanbieter wie Billpay oder Klarna. Im Schnitt dreimal pro Jahr scheint den Händlern eine Lastschrift um die Ohren zu fliegen.

Wie hoch sind die Verluste durch geplatzte Lastschriften oder unbezahlte Rechnungen?

Bei einem durchschnittlichen Bestellwert von 95 Euro und 20 Bestellungen pro Tag, den die Befragten angaben, wären also – wenn man von Totalverlust ausgeht (kein Erfolg durch Mahnungen oder Inkasso), 285 Euro jährlich durch Lastschrift futsch und noch einmal ca. 600-700 Euro jährlich durch Rechnungen.

Lohnt es sich, Kauf auf Rechnung selbst anzubieten statt einen Drittanbieter dafür zu bezahlen?

Verallgemeinern wir mal grob auf 1000 Euro Schade durch nicht bezahlte Verkäufe pro Jahr bei einem Jahresumsatz von 700.000 Euro, dann ist das eigentlich gar nicht so hoch, verglichen mit den Kosten die Drittanbieter verursachen.

Jedoch sollte man erstens bedenken, das es hier sehr starke Schwankungen gibt. B2C wird häufiger betrogen als B2B, in Sachen Mode und Elektronik wird mehr betrogen als bei Lebensmittel und Dienstleistungen. Kleine spezialisierte Händler mit enger Kundenbindung werden seltener betrogen als große Händler mit viel „Laufkundschaft“.

Sollte man also auf Wachstumskurs sein oder besonders „betrugsgefährdete Ware“ verkaufen, macht es schon Sinn über einen Drittanbieter wie zB Paypal Plus nachzudenken, abgesehen davon das man seine Nerven schont und für andere Dinge Zeit hat.

Rechtssicher Newsletter versenden

Rechtssicher Newsletter zu versenden ist meiner Meinung nach schwieriger als sich die meisten Leute vorstellen. Als ich vor einer gefühlten Ewigkeit noch als Angestellter gearbeitet habe, haben wir einfach alle Kunden auf einen E-Mail Verteiler gesetzt und alle E-Mails über Outlook rausgehauen. Wer keinen Newsletter bekommen wollte, hat einfach entsprechend geantwortet.  Das ging recht lange gut.

Doch dann bekamen wir gleich mehrfachen Ärger:

  • Kunden riefen an und beschwerten sich über unsere „Spam Nachrichten“
  • Es wurde sogar mit rechtlichen Schritten gedroht weil wir nicht um Erlaubnis gefragt hatten
  • Unser Hoster stieg uns auf die Füße weil wir innerhalb kürzester Zeit viele tausend Mails versendet hatten. Die Folge: viele Empfänger klickten auf „Spam“, die IP Adresse des Absenders (nämlich die des Hosters) landete auf einer Spam-Liste, und der gesamte Server, mit allen Kunden drauf (wir waren ja nicht alleine) landete Internet-weit auf einer schwarzen Liste.

In der Folge schrammten wir nur äußerst knapp an einer fristlosen Kündigung unseres Webspaces vorbei und lernten fürs Leben.Heute sind die rechtlichen Grundlagen noch komplizierter geworden. So aus dem Ärmel, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  1. Newsletteranmeldung mit Hinweis auf Datenschutzerklärung.
  2. Wenn der Kunde sich angemeldet hat, bekommt er einen Bestätigungslink zum Anklicken (Double Opt In).
  3. Für den Fall das er behauptet er sei es nicht gewesen benötigen wir irgendwie einen Beweis
  4. Austragung muss möglichst einfach für den Kunden sein
  5. Wenn wir Werbung an Bestandskunden machen dann nur für ähnliche Produkte.
  6. Und natürlich wollen wir auch ein paar tausend Mails versenden ohne Ärger mit dem Hoster zu bekommen.
  7. Und überhaupt, wo bleibt eigentlich die Qualitätskontrolle ob überhaupt alle Mails versendet wurden?
  8. Und was ist mit Öffnungsrate und Klickraten? Wie viele Kunden hat meine Mail eigentlich interessiert?

Und das sind erstmal nur die GRUNDLEGENDSTEN Dinge, über die ein Händler sich Gedanken macht.  Kann das ein Shop leisten?

Punkt 1: ist im Shop kein Problem (zumindest nicht im aktuellen Fishnet Shop)
Punkt 2: funktioniert in allen gängigen Shopsystemen
Punkt 3: so, jetzt fängt es an problematisch zu werden. Was wollen wir speichern? Die IP Adresse? in der Shopdatenbank?  Steht uns dann nicht gleich die nächste Klage ins Haus?
Und außerdem: was ist denn der Beweis wert in einer Datenbank, auf die ich selbst zugreifen und die ich nach Belieben verändern kann?
Punkt 4: je nach Shopsystem kann das einfach oder kompliziert sein, die meisten Händler bauen einen Link zur An-/Abmeldeseite ein und hoffen das der Kunde das kapiert
Punkt 5: Kann man in Internetshops vergessen, ich kenne keinen, der das technisch korrekt und rechtlich einwandfrei macht.  Auch nicht mit Plugins.
Punkt 7: Gibts in Shops einfach nicht.
Punkt 8: Kann man in Shops auch vergessen.

Vor einigen Jahren haben wir dann Cleverreach für uns entdeckt. Bis zu 1000 E-Mails pro Monat kann man kostenlos an bis zu 250 Empfänger schicken. Das reicht schonmal für kleinere Händler.  Und darüber kann man entweder einen monatlichen Tarif buchen oder ein Prepaid-Kontingent, das man dann abbummelt.
In Cleverreach gibt es viele hübsche Sachen, die man irgendwann schon als normal empfindet, bis man sich mal wieder die alte Situation vor Augen hält.

  • Man kann unendlich viele Mails verschicken. Cleverreach ist bei den Empfängern, also zB. web.de, gmx, t-online als seriöser Newsletteranbieter bekannt, d.h. man landet nicht auf schwarzen Listen.
  • In jeder Mails gibts einen Link „abmelden“. Klick: fertig. Das schafft jeder Kunde.
  • Man kann Empfängergruppen anlegen, die sich danach richten welches Produkt gekauft wurde. So kann man einen Newsletter speziell an alle Kunden schicken, die dieses Produkt gekauft haben.
  • Es gibt sogar A/B Tests. Man verschickt einen Newsletter mit 2 verschiedenen Betreffzeilen oder Inhalten, sagen wir mal an 1000 Leute. Dann geht Version 1 an 100 Leute, und Version 2 an 100 Leute, und die Version die besser funktionierte, geht an die restlichen 800 Leute.
  • Und zuletzt: auf die Datenbank von Cleverreach haben wir keinen Zugriff. Das bedeutet, wir können dort keine Daten fälschen. Cleverreach jedoch speichert einen Nachweis über das „Double Opt In“, also über die Newsletteranmeldung und ich kann mir den Nachweis jederzeit herunterladen. Der sieht sehr technisch und für Laien eher uninteressant aus, sollte jedoch vor Gericht reichen.

Oben genannte Situation ist übrigens 13 Jahre her. Cleverreach benutzen wir seit Ende 2007 – wir waren einer der ersten Kunden. Wo man bei Warenwirtschaften, Shopsystemen, Buchhaltungen etc ja doch immer mal was neues ausprobiert – in Sachen Newsletter gibts nach wie vor keinen besseren Anbieter und wir sind nach wie vor sehr glücklich.

Partnerlinks in diesem Text:
Wenn Sie uns unterstützen möchten und an Cleverreach interessiert sind, klicken Sie einen der Links an. Sollten Sie dann einen kostenpflichtigen Tarif buchen, erhalten wir eine kleine Vermittlungsprovision und für Sie ändert sich nichts.
Ganz im Ernst. Auch wenn wir inzwischen Partner sind: wir würden Cleverreach auch so empfehlen. Also, wenn Sie uns nicht unterstützen möchten, gehen Sie einfach auf Cleverreach.com und schauen Sie sich das mal an.