#Amazon greift Modebranche an

Heute startet Amazon die erste Eigenmarke in Sachen Mode und macht sich einmal mehr zum Mitbewerber seiner Händler. Die Damenkollektion „Find“ feiert heute in London ihre Premiere.

Was verkauft Amazon da?

Inhalt der Kollektion sind Hosen, Schuhe, T-Shirts und Mäntel, insgesamt 500 verschiedene Produkte im mittleren Preisbereich (Jeans: 35 Euro, Tshirt: 20 Euro, Schuhe: 40 Euro). Damit sollen gezielt die Ketten H&M, Zara und Primark angegriffen werden., die sich bis zuletzt weigerten, ihre Produkte direkt über Amazon anzubieten.

Wie haben die das gemacht ?

Zu diesem Zweck hatte Amazon in letzter Zeit heimlich Personal von Mango, H&M, Zara, Primark und Marks&Spencer abgeworben und ein eigenes Modeteam aufgebaut. Auch ein großes Fotoshooting Studio wurde in London gebaut und vier Jahre lang der Markt beobachtet und analysiert.

Amazon und emotionale Produkte?

Im Mai gab es einen kleinen Testballon, der ein voller Erfolg war.  Der heutige Start wird mit Spannung beobachtet, denn schließlich ist Amazon bisher nicht unbedingt für emotionale Artikelbeschreibungen bekannt.

Was sollten Modehändler nun beachten?

Das Modehändler nun noch mehr an ihren Alleinstellungsmerkmalen arbeiten müssen – zb durch gezielte Zusammenarbeit mit kleinen, exklusiven Designerlabels – sollte inzwischen jedem klar sein.

Und wenn ich kein Modehändler bin?

Aber auch die anderen Branchen sollten Amazon gut beobachten, denn es gibt bereits die ersten Schritte in andere Märkte – zum Beispiel Autos.