Frauen zurück in die Unternehmen

Marissa Mayer als Chefin von Yahoo spricht sich öffentlich gegen die Heimarbeit von Frauen aus. Sie sieht im Home-Office einen Karrierekiller und die hochgelobte Flexibilität höchstens darin, dass sich die Frau durch ihre permanente Anwesenheit zuhause neben ihrem Job vortrefflich um die anfallende Hausarbeit kümmern kann. Dabei kommt die Produktivität allerdings ziemlich zu kurz. Ein richtiges Konzentrieren auf die Arbeit ist in einem solchen Umfeld nicht möglich, weshalb Mayer einen geregelten Arbeitstag im Unternehmen vorzieht. Diese Ansicht ruft zahlreiche Kritiker auf den Plan, doch betrachtet man den Sachverhalt genauer, muss man der Yahoo-Chefin rechtgeben. Frauen im Home-Office bleiben oft anonym. Eine Karriere ist in dem Falle nahezu ausgeschlossen. Dabei arbeiten inzwischen viele Frauen in Deutschland von zuhause aus, zum Beispiel in der Blogbetreuung. Den Unternehmen bringt die Arbeit im eigenen Heim einige Vorteile. In den USA arbeiten mehr als drei Millionen Menschen von Zuhause aus. Durchschnittlich spart ein Unternehmen 11.000 Dollar an einem solchen Beschäftigten. Es braucht kein Büro zur Verfügung zu stellen, am Ergebnis gemessen steigt die Produktivität, es wird weniger Energie benötigt und die Umwelt geschont.