#Viren Teil 2: Gefährliche Smartphone-Trojaner näher vorgestellt

Viren in Form von Trojanern stellen eine potentielle Gefahr für Smartphones dar. In einem früheren Beitrag in unserem Blog berichteten wir über die besondere Anfälligkeit von Smartphones mit Android-Betriebssystemen, während Smartphones mit anderen Betriebssystemen kaum angegriffen werden. Über 99 Prozent der im Umlauf befindlichen Trojaner sind auf Android zugeschnitten. Eine Infizierung erfolgt zumeist über Apps, die der Anwender herunterlädt und anschließend installiert.

Die Gefährlichkeit der Anwendungen ist kaum erkennbar. Trojaner werden von ihren Entwicklern als Spiele oder nützliche Programme getarnt. Häufig handelt es sich auch um Kopien von echten Apps, die mit versteckten Zusatzfunktionen versehen sind. Beliebt sind etwa Sicherheits- oder Zertifikats-Updates, die angeblich von Banken kommen. Sie werden vom Nutzer als seriös eingestuft. Eine aktuelle Betrügermasche ist der Versand von SMS oder Mails, in der das Opfer oft sogar mit Namen angesprochen wird. In der Nachricht wird ihm das Angebot unterbreitet, mit einer App sein Online-Banking „noch sicherer“ gestalten zu können. Für die notwendige Installation ist natürlich gleich der passende Link enthalten. Wird die betreffende App dann tatsächlich installiert, liest diese in Zukunft alle Textnachrichten mit und gibt darin enthaltene mobile TANs an den Betrüger weiter.

Je nach Trojaner ergeben sich mehr oder weniger umfangreiche Zugriffsrechte. Ist er so konzipiert, dass er bekannte Sicherheitslücken des Betriebssystems nutzt, könnte er zum Beispiel auf die Adressdatenbank oder das Netzwerk zugreifen. Im schlimmsten Falle verschafft er sich vollen Zugriff auf das Root-Konto und kann somit auf die gesamte Verwaltung des Betriebssystems Einfluss nehmen.

Die Vorgehensweise der Betrüger ist nicht neu. Betrachtet man sie genauer, ergeben sich zahlreiche Parallelen zu früheren Angriffen auf stationäre Geräte. Der sogenannte BKA-Trojaner ist hier wohl der bekannteste Angreifer. Solche Attacken werden in naher Zukunft von Experten ebenfalls auf Smartphones erwartet.