Otto und Tchibo wollen Mehrweg-Verpackungen einführen

Neulich erst haben die Grünen wieder das Thema „Müll im Onlinehandel“ auf den Tisch gebracht und ein Verbot der Vernichtung von Retouren vorgeschlagen. Woanders ist man bereits dabei, ganz konkrete Schritte in der Praxis zu unternehmen – und das ganz ohne Gesetzgeber: Otto und Tchibo haben sich vorgenommen, den Verpackungsmüll zu reduzieren. Hierzu nehmen die Versandriesen an einem Pilotprojekt teil, das vom Bundesforschungsministerium gefördert wird.

Das Projekt „PraxPack“ will ein Mehrwertsystem für den deutschen Onlinehandel einführen. Hierzu werden wiederverwendbare Polypropylentaschen der Firma Repack verwendet. Diese können in Kuvertgröße zusammengefaltet und in den Briefkasten geworfen werden und landen dann bei einem zentralen Dienstleister. Retouren hingegen werden weiterhin an den Onlinehändler geschickt.

Ziel ist es, das die Mehrwegtaschen mindestens 20x eingesetzt werden.

Momentan ist alles noch in der Testphase. Man wiegelt bereits ab: bis zum Weihnachtsgeschäft 2019 werde noch nicht alles in trockenen Tüchern sein. Man rechnet mit einem Start Anfang 2020.

Weitere Partner des Projektes sind Avocadostore, DHL, Cargo-Plast und die Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung.