Corona: gut für den Versandhandel?

Klingt vielleicht etwas böse formuliert, aber für manche Firmen bringt Corona zusätzlichen Umsatz.
In den letzten Tagen waren nicht nur Desinfektionsmittel und Klopapier ausverkauft, sondern allgemein haltbare Lebensmittel. Desinfektionsmittel werden inzwischen z.T. von den Apotheken selbst produziert. Hersteller von Schutzanzügen, Masken und Handschuhen haben ihre Produktion massiv gesteigert.
Lebensmittel, Hygiene und Medikamente waren also die Themen des Einzelhandels in den letzten Tagen. Etwas überraschender mag dabei sein, das zeitgleich Luxusartikel und Kosmetik weniger verkauft werden. Die Menschen geben also insgesamt nicht mehr Geld aus (woher soll es auch kommen), sondern nur anders.

Der nächste Schritt wird nun sein, das wir alle zu Hause bleiben müssen – wie in Italien, wo das öffentliche Leben komplett stillsteht und nun sogar Bars und Restaurants geschlossen wurden. Es dürfen nur noch Lebensmittelgeschäfte und Apotheken geöffnet bleiben.

Doch was machen wir zu Hause. Ein kleiner Tipp für alle die noch etwas Geld für Aktien übrig haben: Europa netflixt. Aber auch Tools fürs Homeoffice, wie Slack oder Teamviewer, haben das Potential, in den nächsten Wochen ordentlich Benutzer hinzuzugewinnen.

Also: machen wir dem Kunden sein Leben in der Quarantäne angenehmer, mit Lebensmitteln, oder Werkzeug, Ersatzmaterial (Quarantäne – endlich Zeit den Rasenmäher zu reparieren!), Hundefutter, Büchern und Computerspielen.

Was müssen wir in der Firma tun? Ideen wären:
– wie sieht unsere Lieferkette aus? Sollten wir weitere Lieferanten hinzunehmen, für den Fall das unser wichtigster Lieferant krank wird?
– können wir unsere Lagerkapazität aufstocken, notfalls mit Krediten?
– Falls nicht: haben wir ein Ersatzprodukt im Shop, das wir bewerben können?
– Können wir auf Besprechungen verzichten oder sie „gesünder“ gestalten mit mehr Abstand zueinander oder gleich digital?
– Wer in unserer Firma ist unersetzlich? Ist es besser, ihn/sie von zu Hause aus arbeiten zu lassen? Kann jemand diese Arbeit in kurzer Zeit lernen und notfalls übernehmen?
– Wer tut was, falls der Chef längerfristig krank wird (Krankenhausaufenthalt) ?

Und auch hier wieder das Thema Hygiene.
Gibt es am Eingang einen Desinfektions-Spender?
Ist es sinnvoll in der Firmen-Küche ein Schild „HÄNDE WASCHEN“ aufzuhängen?

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