Facebook startet neuen Versuch eines eigenen Shopsystems

Nachdem Google in den USA durch die Kostenfreistellung des Google Shoppings erste Schritte in Richtung Ecommerce geht, tritt nun auch Facebook in diesem Markt ein.

Die Einrichtung der Facebookshops soll für Händler kostenlos sein, Gebühren sollen nur für die diversen Zahlarten fällig werden – und natürlich für die Werbeanzeigen, die die Händler dann doch bitte auf Facebook schalten sollen.

Interessant werden könnten die Facebookshops durch die Zusammenarbeit von Whatsapp, Instagramm und den Facebook Chat. Gelänge es Facebook, diese Kanäle so miteinander zu verbinden, das ein Verbraucher von überall her einkaufen kann, dann ginge es plötzlich um ein Potential von über 2,6 Millarden potentieller Kunden.

Zusätzlich zum „normalen“ Facebookshop gibt es die Möglichkeit des „Live Shoppings“, also des Echtzeitverkaufs aus einem Video heraus. Dies ist auf Facebook bereits verfügbar, auf Instagram wird es aktuell erst noch in den USA getestet.
Geplant ist außerdem, vorhandene Treuepunkte Systeme anderer Unternehmen mit dem Facebook Konto zu verknüpfen.

Spannend bleibt die Frage, ob Facebook es dieses Mal schafft, einen Facebook Shop zu schaffen, der in allen Situationen und für alle Arten von Händlern rechtssicher bezüglich der deutschen Rechtssprechung ist. Sollte Facebook das schaffen, könnte langfristig durchaus neben Google ein weiterer Konkurrent für Amazon erwachsen.

Vor einigen Jahren gab es bereits einen Versuch, auf Facebook Shops darzustellen. In Deutschland waren u.a. die Firmen Bymii und Fishnet Services in Kooperation an der Umsetzung beteiligt. Damals waren aber Instagram und Whatsapp noch nicht in der Facebook-Familie, und die Shops stießen bei den Endverbrauchern kaum auf Interesse.

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