Alle Beiträge von Karsten Geyer

DSGVO: Weitergabe E-Mail Adressen an DHL – Lösung

Viele Händler haben uns gefragt, wie man die Weitergabe der E-Mail Adressen des Kunden an DHL verhindern könnte.

Hier nun die Lösung: nutzen Sie das aktuell DHL Modul „dhlgkapi“ für Modified eCommerce, mit dem man auch Paketscheine direkt im Shop drucken kann. Hier gibt es bereits einen Knopf „DHL sendet Statusnachricht“. Dieser muss auf „FALSE“ stehen. In diesem Fall wird keine E-Mail Adresse an DHL weitergegeben, es sei denn es handelt sich um eine Packstation. Packstation Kunden haben aber bei DHL entsprechenden AGB zugestimmt.

#DSGVO Weitergabe von E-Mail Adressen an Versanddienstleister

Von mehreren Anwälten liegen uns Hinweise vor, das man im Rahmen der DSGVO auf die Weitergabe von E-Mail Adressen an Versanddienstleister verzichten sollte.

Prinzipiell scheint nun zu gelten, alles verboten, außer:  und dann kommt ein paar wenige Ausnahmen. Für alles Andere benötigt man jeweils die explizite Erlaubnis des Kunden.

Was den technischen Aspekt dieser Problematik  angeht, könnte man die Kaufabwicklung umprogrammieren und ein Kästchen hinzufügen „ich erlaube Ihnen, meine E-Mail Adresse an (…) weiterzugeben“, das der Kunde anhaken kann, aber nicht muss.  Das Problem besteht darin, das man das für jeden Shop einzeln machen müsst, weil jeder Händler andere Dienstleister benutzt.

Hinzu kommt – es liest sowieso keiner und im Alltag wird niemand  dieses Häkchen setzen.

Letztendlich wäre wohl die einfachste Lösung, es in Zukunft einfach zu lassen.

SSL Zertifikate nur noch mit 1 oder 2 Jahre Laufzeit

Neue maximale Gültigkeitsdauer von SSL-Zertifikaten

Aufgrund einer Entscheidung des CAB-Forums (Ballot 193) dürfen Zertifikate ab dem 1. März 2018 nur noch eine maximale Gültigkeitsdauer von 825 Tage (entspricht 27 Monaten) aufweisen.

Zertifikate mit einer längeren Laufzeit (3 Jahre und mehr) können damit ab sofort nicht mehr bestellt werden. Diese Entscheidung betrifft alle Zertifizierungsstellen.

 

#Paypal – #Ebay verlängert Vertrag nicht

Ebay wird den 2020 auslaufenden Vertrag mit Paypal als Zahlungsdienstleister nicht verlängern.  Dies teilte der Handelskonzern in einer überraschenden Pressemitteilung mit.

Stattdessen hat Ebay eine Vereinbarung mit Adyen unterzeichnet. Adyen soll aber nur die Technik liefern.  Letzendlich geht es darum, das die Kunden direkt an Ebay zahlen und Ebay an die Kunden auszahlen. Also – wie immer – wie bei Amazon. Eigene Ideen scheint man ja nicht zu haben.

Bereits ab Mitte diesen Jahres wird man in den USA damit beginnen. Bis 2021 soll ein Großteil der Kunden auf das  neue System überführt worden sein.

Den Händlern verspricht Ebay dadurch niedrige Zahlungsgebühren, den Käufern eine höhere Anzahl von akzeptierten Zahlungsmethoden (Kreditkarte, Gutschein, Lastschrift, Sofortüberweisung, Giropay, Visa, RatePay)

Rein wirtschaftlich gesehen scheint dieser Deal nur Gewinner zu kennen: die Ebay Aktie kletterte nach Bekanntwerden der Pläne. Adyen hat hier einen Mega Deal ausgehandelt (Umsatz Adyen 2016: 727 Millionen Dollar, Vergleich Paypal: 4 Millarden Dollar) und nach allem was man so hört scheint Paypal geradezu erleichtert zu sein, Ebay endlich loszuwerden.

Kleiner Lacher am Rande:
eine der von Adyen angebotenen Zahlarten ist: Paypal 🙂
Somit sieht es so aus, als ob am Ende Paypal doch noch auf Ebay.de vertreten bleiben wird.

Gegen #Amazon ankommen – wie kann das kleinen Händlern gelingen?

Amazon wird immer mächtiger und erdrückt Händler rein durch die Preise. Reihenweise schließen Ladengeschäfte. Für die kommenden Jahre wird auch deutschen Versandhändlern ein Sterben prognostiziert. Doch muss das sein?

Kleiner als Amazon zu sein: Ein Fluch?

Wer sich auf einen Preiskampf auf oder sogar mit Amazon einlässt, hat so gut wie verloren. Die Margen sinken immer weiter, die 20% Verkaufsprovision, die die Händler an Amazon bezahlen müssen, besorgt den Rest. Auf Amazon gut verkaufen kann jetzt schon nur jemand, der in seiner Marktnische alleine ist – oder einen Trick gefunden hat.

Hierzu gilt es, etwas zu finden, was weder Amazon noch Chinesen leisten können, also abseits von Masse, abseits von Preis und ja – inzwischen auch abseits von Qualität. Denn „Chinakram“ ist mittlerweile nicht mehr automatisch Billigware.

Sich von Amazon abheben, doch nicht über den Preis.

Die Lösung heißt: individueller Kundenservice.  Das mag erst einmal völlig einfach und logisch erscheinen und die meisten Händler werden erst einmal an Beratung denken, es geht aber um etwas wesentlich komplizierteres.

Überlegen Sie sich eine Dienstleistung, die zu Ihren Produkten passt. Und wenn Sie diese erst einmal gefunden haben, verknüpfen Sie sie so mit Ihren Produkten, das kein Kunde jemals mehr darauf verzichten möchte.

Beispiele gefällig?

Sie verkaufen Ringe. Verschicken Sie die Ringe kostenlos zur Anprobe, nehmen sie sie dann zurück und gravieren Sie sie mit dem Wunschtext des Kunden.

Sie verkaufen gesundes Hundefutter. Bieten Sie Ihren Kunden an: „Wenn Sie regelmäßig bei uns kaufen, zahlen wir Ihre Tierarztrechnung“.

Sie verkaufen Tablets. Bieten Sie den Kunden an, das jemand aus seiner Gegend vorbeikommt und es ihm einrichtet und erklärt.

Sie können das besser als Amazon.

Bauen Sie Netzwerke aus Dienstleistern. Geben Sie Ihrem Kunden einen Grund, warum er bei Ihnen kaufen sollte und nicht bei Amazon. Denn Sie können etwas, was Amazon nicht kann: Sie können ihm helfen.

 

Besseres #SEO durch Keywords in Google Analytics

Seit 2011 liefert Google keine Suchbegriffe mehr an Shopbetreiber und Analytiker aus – d.h. man sieht, wie viele Besucher man hat, aber nicht, mit welchem Suchbegriff sie auf die Seite gekommen sind.
Shopbetreiber die einen Google Analyse Code auf ihrer Seite haben, sehen in ihrer Auswertung nur noch „not provided“ statt Suchbegriffe.

In Wirklichkeit kann Google das weiterhin messen, man sieht es wenn man Google Ad Words benutzt – dort stehen alle Suchbegriffe, die die Leute benutzt haben. Nur für Zugriffe ohne Ad Words wurden diese entfernt. Die Vermutung liegt nahe, das Google damit die Leute zu Ad Words zwingen will.

Nun gibt es eine Lösung, die die Suchbegriffe auch für Besuche die NICHT über Ad Words kamen, zurückbringt: Keyword Hero. 

Keyword Hero liest Daten aus:

  • aus SEO Tools wie zB Sistrix
  • aus Browser-Add Ons
  • aus Google Trends
  • aus Google Search Konsole
  • aus Google Analytics
  • aus Bing

Mittels künstlicher Intelligenz werden 50-60% der Fälle mit absoluter Sicherheit „gematcht“, der Rest wird nach Wahrscheinlichkeit berechnet.

Laut Keyword Hero werden auf diese Weise Suchbegriffe mit 85-90%iger Korrektheit dargestellt – also nicht ganz wie früher, als man es noch direkt von Google bekam, aber wesentlich besser als nichts.

Die Preise von Keyword Hero hängen davon ab, wie genau bzw wie viel Daten man möchte. Ich behaupte mal, für die meisten Händler dürfte es reichen, die 25 wichtigsten URLS ihres Shops, auf denen die Kunden aufschlagen, zu überwachen und sich die Keywords dafür anzeigen zu lassen.  Diese Version ist kostenlos!

Weitere Versionen wären 250 URLS für derzeit 9 Dollar im Monat, oder 1000 URLS für 29 Dollar im Monat.

Mit Afterbuy Bilder auf https umstellen (und warum das teilweise noch nicht geht)

#Ebay verlangt, das ab 1. Oktober alle „externen Quellen“ – also zB Bilder – über https aufgerufen werden.  Der Grund ist eine kommende Aktualisierung des Google Chrome Browsers, der Seiten die http statt https enthalten, als unsicher anzeigen wird. Ebay befürchtet dadurch Umsatzeinbußen.

So läuft es für Afterbuy Kunden ab:

  • Erstellen Sie im Import+Exportmanager ein Exportformat für Stammprodukt-Bilder.
  • Exportieren Sie alle Stammprodukte, öffnen Sie die Datei, suchen Sie nach http: und ersetzen Sie durch https.
  • Importieren Sie die Datei wieder
  • Erstellen Sie nun ein Exportformat für die Bilder der Ebaylister-Artikel und gehen Sie genauso vor.
  • Gehen Sie per globale Änderung über die Beschreibung aller Stammprodukte und ersetzen Sie http durch https

Haben Sie Bild URLS für die „Spezifikationen der Varianten“ in den Stammprodukten festgelegt, so müssen Sie diese leider alle manuell ändern – es gibt hierfür keinen Export und keine globale Änderung.

Und es kommt noch dicker.
Früher wollte Ebay unbedingt alle Links unverschlüsselt mit http haben, darum übergibt Afterbuy alle diese Links immer als http, auch wenn dort https steht.
Diese Programmierung muss nun im September erstmal geändert werden, damit die neuen https Links überhaupt an Ebay übergeben werden.
Trotzdem können Sie jetzt schon mit der Umstellung der Varianten-Links anfangen.  Alternativ könnten Sie natürlich auch abwarten, ob sich Afterbuy in den nächsten Wochen etwas dazu einfallen lässt, zum Beispiel eine Automatisierung
(Anfrage hierzu ist verschickt, siehe http://forum.afterbuy.de/beitraege.aspx?foreninhalteID=66946).
Bei der Gelegenheit achten Sie auch darauf, ob Sie überall EAN Nummern hinterlegt haben.
Sie können die Synchronisierung wie folgt starten, sobald Afterbuy die o.g. Programmierung durchgeführt hat.

  • Suchen Sie in den Stammprodukten nach „Produkte in Sets, Bestand > 0“
  • wählen Sie alle aus, gehen Sie auf globale Änderung und erhöhen Sie die Menge um 1  („Afterbuy-Shop-Bestand (Aktualisierung)“ bzw „Auktionsbestand (Aktualisierung)“ , je nachdem welches Feld Sie für Ebay benutzen)Gehen Sie dann auf Ebaylister – History und synchronisieren Sie wie folgt:
  • Mengen/Preise ändern (für alle Variationen): Nur Mengen, nur Variationen die bereits bei Ebay gelistet sind
  • Mengen auf verfügbare reduzieren – anhaken
  • Auffülloptionen: auf Listermenge setzen
  • Restverfügbarkeit nutzen: anhaken

Durch die Synchronisation der Menge der Variationen wird auch die neue Bild-URL mitgeschickt.

Nachdem das geklappt hat, gehen Sie in der Produktverwaltung wieder auf globale Änderung und senken Sie die Menge wieder um 1.
Danach führen Sie die Synchronisation ein zweites Mal durch.

 

#edit 30.08.2017

Afterbuy teilt hierzu mit:

wir werden eine Funktion implementieren mit der alle Bilder in „Spezifikation der Varianten“ von HTTP auf HTTPS umgestellt werden können. Alle anderen Stellen (Beschreibungen, Produkt-Freifelder, Listerartikel, etc,) werden von dieser Funktion nicht verändert und müssen von den Nutzern selbst aktualisiert werden.

Google Ad Words: hochwertige Daten werden noch wichtiger

Google hat Änderungen an der Berechnung des sogenannten „Ad Rank“ angekündigt. Der Ad Rank beschreibt die Qualität einer Anzeige und hat maßgeblichen Einfluss auf die Klickkosten, die mögliche Zuschaltung von Zusatzinformationen, die Position der Anzeige und ob sie überhaupt geschaltet wird.

Die genaue Anfrage des Suchenden wird in Zukunft eine noch größere Rolle spielen, sowie der Kontext der Suche. Ein Suchender der „Kreuzfahrtschiff“ erkennbar im Zusammenhang mit Nachrichten sucht, wird andere Anzeigen bekommen (oder gar keine), als jemand der eine Kreuzfahrt buchen möchte.

Der Ad Rank, früher vereinfacht gesagt starr pro Keyword von Google festgelegt, wird nun also dynamisch. Ein Keyword kann je nach Suchanfrage verschiedene Ad Ranks haben.

Dies sorgt unter Anderem dafür, das Händler noch mehr als früher darauf achten müssen, aussagekräftige Anzeigentexte zu verwenden, passende Verlinkungen, hierzu passende Landingpages und dort wieder dazu passende Produkte. All dies läuft im Ad Rank zusammen, in Zukunft noch stärker als bisher.