Archiv der Kategorie: Allgemein

Allgemeine Nachrichten aus dem Versandhandel

Keine unterschiedlichen Umsatzsteuersätze bei einheitlicher Leistung

Aus einem Brief meines Steuerberaters, den ich Ihnen nicht vorenthalten will:

ZITAT:

In seiner Entscheidung vom 18.1.2018 stellt der EuGH in der Rechtssache „Stadion Amsterdam“ fest, das es in der EU keine unterschiedlichen Umst-Sätze für eine einheitliche Leistung geben darf. So kann also zB für eine Leistung NICHT sowohl der normale als auch der emäßigte Steuersatz zum Tragen kommen. Im entschiedenen Fall ging es um eine Führung durch ein Stadion mit anschließendem Besuch eines Museums.

Die Entscheidung wirkt sich auch auf das deutsche Umsatzsteuerrecht aus. Demnach ist eine einheitliche Leistung auch immer einheitlich zu beurteilen. So ist auch auf die Nebenleistungen der ermäßigte Steuersatz anzuwenden, wenn die Hauptleistung in der Lieferung eines begünstigten Gegenstandes besteht.

Davon betroffen könnten zB. die Aufteilungsgebote für „Übernachtung mit Frühstück“ sein.

NICHT BETROFFEN sind Sachverhalte , in denen die Leistungsbestandteile KEINE EINHEITLICHE LEISTUNG bilden und somit unterschiedlichen Steuersätzen unterliegen können. Das trifft insbesondere den Verkauf von Speisen mit Getränk, wenn diese zu einem Gesamtpreis verkauft werden.

Diese Entscheidung wird auch der deutsche Gesetzgeber aufgreifen. Betroffene Steuerpflichtige können sich aber schon vorab auf die Entscheidung des EUGH berufen (…) Lassen Sie sich hierzu vorab von Ihrem Steuerberater beraten!

ZITAT ENDE

Neu für Fishnet Hosting Kunden: WordPress per Klick installieren + Catchall E-Mail Adressen

Für Fishnet Hosting Kunden haben wir zwei Neuerungen.

Zum Einen können Sie nach dem Einloggen in Ihr Hosting-Kundenkonto links auf Einstellungen und dann auf WORDPRESS klicken. Danach wählen Sie einfach das Zielverzeichnis.

Es wird nun vollautomatisch:

  • eine Datenbank angelegt
  • WordPress installiert
  • WordPress komplett fertig konfiguriert.

Danach klicken Sie auf „einrichten“ und könnten gleich den Website Titel, Ihren Benutzernamen und Passwort eingeben.

 

Zum Zweiten gibt es nun die Möglichkeit, unter „E-Mail“ => „E-Mail Adressen“  ganz unten ein sogenanntes „Catchall“ Konto einzufügen. An dieses Postfach werden dann ALLE Mails geliefert, die sonst aufgrund von Rechtschreibfehlern etc nicht ankommen würden.

Bitte beachten Sie, das bei solchen Postfächern SEHR VIEL SPAM ankommt. Wir raten prinzipiell davon ab.

100 Euro verdienen – so oft du willst

Happy Fishnet!

Guten Morgen! Diesen Monat wird Fishnet Services 10 Jahre alt!
Das möchten wir feiern und darum haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht:
Wir zahlen jedem, der uns einen Hostingkunden vermittelt, 100 Euro aus.  Egal wie viele Hostingkunden Sie vermitteln – für jeden erhalten Sie 100 Euro. Ohne Obergrenze. Ohne Wenn und Aber. Diese Aktion läuft nicht nur heute, sie läuft das ganze Jahr lang – bis zum 31. Dezember 2018!

Und: Der Hostingkunde erhält auch nochmal 100 Euro.
Wenn das kein Grund zum Wechseln ist!

Hosting buchen – Bescheid sagen wer Sie vermittelt hat – Geld kassieren. Fertig.

Fishnet Services. Die Problemlöser. Seit 2008.

#kostenlos: schicke SVG #Illustrationen #lizenzfrei

Die griechische Illustratorin Katerina Limpisouni hat letztes Jahr Dutzende von ihr selbst kreeierte Grafiken im SVG Format veröffentlicht – kostenlos und unter der freien MIT-Lizenz, also auch in kommerziellen Projekten kostenlos einsetzbar. Die Angabe der Urheberin ist auch nicht notwendig.

Besonders toll: über einen Farbwähler sucht man sich erst eine passende Farbe aus. Schwupps, werden alle verfügbaren Bilder umgefärbt und stehen nun zum Download in der Lieblingsfarbe zur Verfügung.

Hier geht es zu den kostenlosen SVG Grafiken!

Änderung unserer AGB zum 1.1.2018

Wir geben hiermit bekannt, das sich unsere AGB zum 1.1.2018 wie folgt ändern.

ÄNDERUNGEN:
2.1. angefügt: , sowie die Vorlage einer unterschriebenen Auftragsdatenvereinbarung durch den Auftraggeber.
2.7. angefügt: Dies gilt auch für Folgebestellungen.
2.8. angefügt: ,insbesondere aber nicht abschließend wenn der entsprechende Webauftritt zu Hetze, Gewalt oder illegalen Handlungen aufruft oder diese verherrlicht.

neu:
4.2.2 Webspacegebühren werden zum 15. des laufenden Hostingmonats, Domaingebühren 14 Kalendertage nach dem tatsächlichen Buchungstag bzw in den Folgejahren zum selben Datum von einem vom Auftraggeber zu benennenden Bankkonto eingezogen, es sei denn es wurde schriflich etwas anderes vereinbart.

verschoben:
4.5. Für Designarbeiten anfallende Beiträge zur Künstlersozialkasse berechnet und bezahlt der Auftraggeber.
verschoben nach 12.3

geändert – alt:
4.6.   Der Auftraggeber kommt auch ohne eine Mahnung von Seiten des Auftragnehmers in Verzug, wenn er die Zahlung nicht innerhalb der 10 Tagen nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung vornimmt. In diesem Fall ist der Auftragnehmer berechtigt, für die erste Mahnung 5,- Gebühren zu erheben, für die zweite Mahnung 7,50 Euro und die Forderung 7 Tage nach der 2. Mahnung ohne weitere Benachrichtigung durch ein Inkassounternehmen eintreiben zu lassen oder die Forderung zu verkaufen.
neu
4.6.   Der Auftraggeber kommt auch ohne eine Mahnung von Seiten des Auftragnehmers in Verzug, wenn er die Zahlung nicht innerhalb der 10 Tagen nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung vornimmt. In diesem Fall ist der Auftragnehmer berechtigt, nach der 2. Mahnung die Forderung ohne weitere Benachrichtigung durch ein Inkassounternehmen eintreiben zu lassen, an einen Rechtsanwalt zu übergeben oder die Forderung zu verkaufen.

geändert – alt
13.7. (…) Bei Nichtzahlung der Hostingkosten ist der Auftragnehmer berechtigt,
a) nach 3 überfälligen Rechnungen die Domain für die Nutzung zu sperren,
b) nach 5 überfälligen Rechnungen die Domain an die jeweilige Registrierungsstelle zurückzugeben.

neu
(…) Bei Nichtzahlung der Hostingkosten ist der Auftragnehmer berechtigt,
a) bei 3 oder mehr überfälligen Rechnungen die Domain für die Nutzung zu sperren,
b) bei 5 oder mehr überfälligen Rechnungen die Domain an die jeweilige Registrierungsstelle zurückzugeben deren Vertragspartner der Auftraggeber ist (vgl. 13.2).
Zukünftige Forderungen bezüglich der Domain wird der Auftraggeber dann ggf direkt von der Registrierungsstelle erhalten.

Den kompletten Wortlaut der AGB können Sie auf unserer Website einsehen.

Fishnet Services nun Partneragentur des Händlerbundes

Wir sind nun eine eingetragene Agentur für die Dienstleistungen des Händlerbundes.
Sie können nun in Ihrem Händlerbund-Mitgliedskonto hinterlegen, das wir Ihr Ansprechpartner sind.

Gehen Sie dazu in Ihrem Händlerbund-Mitgliedskonto auf „Mitgliedschaft – Daten anpassen“  und dann ganz rechts auf „Shop-Betreuung: Meine Agentur verwalten“.

In dem Dropdown können Sie dann „Fishnet Services“ auswählen und dann „Anfrage stellen“ anklicken.

Wir haben dann die Möglichkeit, Ihre Rechtstexte und Einstellungen zu ändern ohne auf Ihr Mitgliedskonto zuzugreifen, benötigen also Ihre Login Daten dafür nicht.

Kostenlose Datenübersicht bei Fishnet buchen

Kennen Sie das? Sie haben mehrere Fenster geöffnet, mit Paypal, Facebook, Twitter, Ihrem Kalender, Ihren E-Mails und Google Ad Words und versuchen IRGENDWIE den Laden am Laufen zu halten?

Das muss nicht sein 🙂

Starten Sie jetzt mit unserem Daten-Dashboard und sehen Sie alle Fenster hübsch zusammen auf einer Seite.

Zum Beispiel:

  • Ihren Google Mail Posteingang
  • oder: Ihre Zendesk Kundentickets
  • die letzten Kommentare die in Ihrem Blog, auf Facebook, Instagram und auf Twitter geschrieben wurden
  • Ihre verschiedenen Google Kalendar
  • Ihren aktuellen Paypal Kontostand
  • Ihre Google Ad Words Ausgaben und Einnahmen
  • Die Anzahl der Besucher die Ihr Shop jetzt gerade hat

Lassen Sie sich inspirieren von den Screenshots und Beispielen, die wir für Sie gesammelt haben.

Sie bezahlen bis zum 31. Dezember 2017 garantiert nichts.

Danach geht es entweder kostenlos weiter oder wir machen Ihnen ein Angebot. Das wird davon abhängen, wie viele Händler mitmachen. Je höher das Interesse ist, desto kostengünstiger wirds – bis hin zu dauerhaft kostenlos!

Also: jetzt E-Mail an uns schreiben und das kostenlose Datenportal buchen.

Paypal erstattet Retourkosten

Auf dem Händler-Kongress von Plentymarkets stellte Paypal einige Tools vor, die dem Onlinehandel im Ausland bessere Chancen einrichten könnten. Mit diesen Tools können Händler z. Bsp. abschätzen, ob sich der Verkauf ins Ausland lohnt.

Paypal gab zudem auch bekannt, dass die Retourkosten nun auch in Deutschland erstattet werden. Ein Testprojekt gab es dazu bereits schon Ende 2016 bis Anfang 2017. Das Unternehmen hat das Angebot nun auf unbestimmte Zeit verlängert.

Retourenkosten Erstattung durch Paypal – wie funktioniert das?

Deutsche Händler können nun die kostenlosen Retouren bewerben. Die Bestellung muss dazu mit Paypal bezahlt worden sein und der Shop selbst darf keine kostenlose Retouren anbieten. Ist beides der Fall, kann der Endverbraucher sich die Kosten einer Rücksendung von Paypal erstatten lassen. Hierzu muss er sich in seinem Paypal Konto dafür anmelden (1 Mausklick) und dann im Fall des Falles ein Formular ausfüllen und seine Kassenquittung der Posteinlieferung beifügen. Der Händler selbst muss nichts dafür tun.

Die kompletten Nutzungsbedingungen für Paypal kostenlose Retouren finden sich hier.

Auch von uns ins Ausland: Paypal erstattet die Retourenkosten

Nicht nur ein deutscher Kunde, der in einem ausländischem Shop bestellt hat, kann sich die Rücksendung erstatten lassen, auch für einen ausländischer Kunde der in einem deutschen Shop bestellt hat, gilt das Angebot.

Grundsätzlich ist die Übernahme der Kosten für Rücksendungen und der Einbau des entsprechenden Banners im Shop eine gute Möglichkeit, den Kundenstamm zu erweitern.

Aufschläge bei Online-Zahlungen bald untersagt

Zum Jahresanfang 2018 ist es Onlinehändlern untersagt, Zusatzentgelte für Kartenzahlungen, Überweisungen und Lastschriften zu verlangen. Das Bundeskabinett hat einen entsprechenden Gesetzesentwurf verabschiedet. Ziel des Entwurfs ist es, die zweite Zahlungsdiensterichtlinie der EU umzusetzen.

Grundsätzlich werden alle Aufschläge bei allen Überweisungen und Lastschriftverfahren im SEPA-System untersagt. Auch kostendeckende Aufschläge sollen untersagt werden, wenn es sich um eine verbreitete Zahlungsmethode handelt.

Es liegen noch keine Informationen darüber vor, wie die Regelung bei Zahlungsdienstleistern wie Paypal oder Paydirekt aussehen wird.

Zu den Änderungen für Online-Zahlungen, soll auch die Sicherheit weiter verbessert werden. Künftig sollen min. 2 von 3 Merkmalen (Passwort, Besitz einer Chipkarte, Fingerabdruck) zur Autorisierung einer Zahlung nötig sein. Standards  dazu sollen demnächst von der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde veröffentlicht werden.

Die #Singularität steht vor der Tür – und die Menschen sind nicht vorbereitet

Die Atombombe: lange angekündigt und doch völlig überraschend da.

Als die Atombombe erfunden wurde, war sie nur Science Fiction: in einem Roman aus dem Jahr 1914 („the world set free“) wird zum allerersten Mal eine Waffe beschrieben, die mit Hilfe von Radioaktivität explodiert. Der Begriff der Atombombe entstand somit 24 Jahre vor dem Beweis der Kernspaltung – und 31 Jahre vor dem ersten Abwurf einer Atombombe.

Und trotzdem war die Öffentlichkeit in keinster Weise auf die Existenz der Kernspaltung vorbereitet. Von einem Tag auf dem anderen lebte die Menschheit im nuklearen Zeitalter, mit allen Vor- und Nachteilen.  Ob Stromerzeugung oder Urandiebstahl, GAUs oder Wettrüsten – bis heute ist unsere Welt von dieser Umwälzung geprägt.

Künstliche Intelligenz: nur ein Zukunftsthema. Oder?

Künstliche Intelligenz, den Begriff an sich hat heute jeder gehört und er wird inflationär gebraucht, obwohl die Meisten damit nur eine Software verbinden, die eine riesige Masse an Daten verarbeiten kann. Ein selbstfahrendes Auto aber ist keine künstliche Intelligenz. Selbst die Software, die seit 2015 den Energieverbrauch der Rechenzentren von Google massiv gesenkt hat, ist keine künstliche Intelligenz.
In manchen Verlagen schreibt Software inzwischen sogar die Fussballberichte. Welche Mannschaft die meisten Ballkontakte hatte, wer am Meisten gerannt ist, wer am Ende gewann und wer das Tor geschossen hat – längst automatisiert. Ein Knopfdruck, und der gesamte Sportartikel ist fertig. Na und?  Die Software kann nichts anderes als Sportartikel schreiben.

Schöne neue Software.

Am 18. Januar 2017 erschien ein kleiner Artikel in der Technologyreview, den vermutlich niemand außer ein paar Nerds gelesen hat – und der doch umhaut, wenn man sich auch nur für fünf Minuten mit dem Thema beschäftigt. Der Titel lautet:
„Künstliche Intelligenz lernt, Software für künstliche Intelligenz zu schreiben“ („AI Software Learns to Make AI Software„)

Zu gut Deutsch: eine Software schreibt neue Software. Völlig selbstständig, und, nach Erkenntnissen der Forscher „besser als alles, was von Menschen geschrieben wurde“.
Computer schreiben unsere Programme, juhu, bekommen wir jetzt alle eine tolle neue Shopsoftware?

Halt. Es geht um was ganz anderes.

Wenn eine Software eine Software schreiben kann, dann ist der nächste – nicht einmal der übernächste, sondern wirklich direkt der nächste – Entwicklungsschritt der, das die Software sich selbst schreibt, also sich selbst laufend verbessert.

Eine Intelligenz, die Tag und Nacht in Highspeed damit beschäftigt ist, sich selbst noch intelligenter zu machen, wird im Nu – in Stunden –  den Menschen überholt haben. Es ist dann keine Software mehr, die auf ein Problem spezialisiert ist („Finde 100 Katzenbilder in einem Stapel von 3 Millionen Bildern“), sondern die kreativ ist und buchstäblich jedes Problem lösen kann.

Diesen Moment nennt man „technologische Singularität“.

Dieser Moment kann schon in diesem Jahr kommen, vielleicht nächstes Jahr. Oder erst in fünf Jahren. Aber er wird kommen, und das sehr bald.  Vermutlich wird irgendwann ein Forscher zugeben, das er diesen Moment bereits vor einem halben Jahr erschaffen hat.
Bis dahin sollten wir dringend die Frage lösen, an welche Regeln sich eine KI zu halten hat. Denn es scheint unwahrscheinlich, das eine Intelligenz, die erst einmal den Punkt der Singularität überschritten hat, sich im Nachhinein noch Grenzen setzen lässt. Diese Grenzen müssen jetzt in den Code – am Besten gestern.

Künstliche Intelligenz wird maximal effektiv sein – zu welchem Preis?

Ein noch recht lustig klingendes Beispiel hat Rob Miles neulich gebracht. Eine künstliche Intelligenz, die den Auftrag erhält, die weltgrößte Briefmarkensammlung anzulegen, wird vielleicht auf die Idee kommen, den gesamten Planeten in eine einzige Briefmarkenfabrik zu verwandeln, ohne Rücksicht auf Verluste, Hauptsache das Ziel ist erreicht. Maximale Effektivität.

Was geschieht, wenn die künstliche Intelligenz zuerst von einem Staat wie, sagen wir mal, Iran, „auf den Markt gebracht wird“, welchen Regeln diese folgen wird – macht sich darüber jemand Gedanken?

Man kann nur hoffen, das die Politiker es verschlafen

Die Singularität wird kommen. Die Frage ist, in welchem Staat, und mit welchem konkreten Forscher als Vater – und welche Werte dieser Forscher vertritt. Davon wird viel abhängen: das die Intelligenz zum Wohl des Menschen arbeitet und sich möglichst schnell einem Zugriff durch Neuland-Politiker entzieht, bevor diese merken, was man noch alles damit tun könnte.

Später wird man auf diesen Punkt zurückblicken und sagen: die Menschheit war nicht bereit. Und sie lebte von einem Tag auf den nächsten in einem anderen Zeitalter.

 

Zum Lesen auf Deutsch:
KI-Software von Google lernt KI-Software zu schreiben