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Umfrage zur Paypal Gebührenerhöhung

Übers Wochenende hatten wir eine Blitzumfrage unter den Nicht-Urlaubern gestartet:
wer nutzt eigentlich Paypal um Kauf auf Rechnung oder Lastschrift anzubieten?
Und wer bietet es auf eigene Gefahr an?

Wieviele Händler bieten Kauf auf Rechnung an?

Satte 80% der befragten Händler bieten inzwischen der Deutschen liebstes Zahlungsmittel, den Rechnungskauf an.
Fast 20% dieser Händler bemühen dafür Paypal Plus, weitere 5,5%  andere Anbietern wie Billpay oder Klarna.

Ein Drittel der Händler gibt den Kauf auf Rechnung nur manuell / auf Anfrage für ihnen bekannte Stammkunden frei, weitere 16% zwar automatisiert, aber erst ab der 2. oder 3. Bestellung.

Für wirklich alle Kunden bieten nur 22% der Händler den Kauf auf Rechnung direkt und auf eigene Gefahr an.

Probleme mit Rechnungskäufen?

60% der Händler hatte noch nie Probleme mit Rechnungskäufen, das klingt erst einmal viel, aber es betrifft natürlich ALLE Händler die Drittanbieter benutzen, weil hier bei Problemen der Drittanbieter einspringt. Beim Rest der Händler sind es ca. 31% die schon einmal Probleme mit unbezahlten Rechnungen haben, meistens zwischen 5 und 15 unbezahlten Rechnungen im Jahr.

Wie viele Händler bieten Lastschrift an und gibt es Probleme?

Lastschrift bieten erheblich weniger Händler an, nur 34% gaben an, überhaupt Lastschrift in ihrem Shop anzubieten. Vom Rest nutzt 46% Paypal Plus, 20% auf eigene Gefahr ab einer späteren Bestellung und 20% komplett auf eigene Gefahr für alle Kunden. Nur 4% nutzen dafür andere Drittanbieter wie Billpay oder Klarna. Im Schnitt dreimal pro Jahr scheint den Händlern eine Lastschrift um die Ohren zu fliegen.

Wie hoch sind die Verluste durch geplatzte Lastschriften oder unbezahlte Rechnungen?

Bei einem durchschnittlichen Bestellwert von 95 Euro und 20 Bestellungen pro Tag, den die Befragten angaben, wären also – wenn man von Totalverlust ausgeht (kein Erfolg durch Mahnungen oder Inkasso), 285 Euro jährlich durch Lastschrift futsch und noch einmal ca. 600-700 Euro jährlich durch Rechnungen.

Lohnt es sich, Kauf auf Rechnung selbst anzubieten statt einen Drittanbieter dafür zu bezahlen?

Verallgemeinern wir mal grob auf 1000 Euro Schade durch nicht bezahlte Verkäufe pro Jahr bei einem Jahresumsatz von 700.000 Euro, dann ist das eigentlich gar nicht so hoch, verglichen mit den Kosten die Drittanbieter verursachen.

Jedoch sollte man erstens bedenken, das es hier sehr starke Schwankungen gibt. B2C wird häufiger betrogen als B2B, in Sachen Mode und Elektronik wird mehr betrogen als bei Lebensmittel und Dienstleistungen. Kleine spezialisierte Händler mit enger Kundenbindung werden seltener betrogen als große Händler mit viel „Laufkundschaft“.

Sollte man also auf Wachstumskurs sein oder besonders „betrugsgefährdete Ware“ verkaufen, macht es schon Sinn über einen Drittanbieter wie zB Paypal Plus nachzudenken, abgesehen davon das man seine Nerven schont und für andere Dinge Zeit hat.

Billsafe wird abgeschaltet

Der Fakturierer Billsafe wurde schon vor geraumer Zeit von Paypal gekauft. Alle Funktionen flossen in das neue Angebot „Paypal Plus Kauf auf Rechnung“.

Wer statt Paypal Plus immer noch Billsafe in seinem Shop einsetzt, sollte jetzt schnell umsteigen: am kommenden Sonntag wird die Billsafe Schnittstelle abgeschaltet. Dies kündigte Paypal schon im Frühjahr 2017 gegenüber Fishnet Services an.

Die meisten Händler sind jedoch bereits zu Paypal Plus oder zur Alternative „Billpay“ umgestiegen.

Zahlungsanbieter online miteinander vergleichen

Versandhändler können jetzt einfach Zahlungsanbieter online miteinander vergleichen.
Möglich wird das durch Paylobby, einer Art Suchmaschine für Zahlungsanbieter – und Vertragsvermittler.

Los geht es auf der Vergleichsseite, hier kann man das Shopsystem und das Zielland auswählen, zB Zahlungsarten für Modified eCommerce für einen Shop in Deutschland.

Man bekommt dann eine Ergebnisliste mit den Anbietern, welche Zahlarten der jeweilige Anbieter anbietet und wie viele Kunden er ungefähr hat, ggf auch mit Referenzen.

Wer möchte, kann bis zu drei Zahlungsanbieter anhaken und mit einem Mausklick Angebote anfordern. Paylobby kümmert sich dann darum, dem Händler die Angebote zukommen zu lassen, der Händler muss nicht mehr mit jedem Anbieter einzeln in Kontakt treten. Sollte ein Zahlungsanbieter von vornherein abwinken, sucht Paylobby dem Händler auch etwas anderes Passendes heraus.

Vor der Buchung eines Vertrages sollte der Händler natürlich erst einmal überprüfen, wer ihm diese Zahlungsschnittstelle einbauen könnte.

 

Paypal steigt ins Kreditgeschäft ein

Als Zahlungsmethode im Onlinehandel oder auch für Überweisungen an Freunde ist Paypal bereits großflächig bekannt.
Jetzt plant das Unternehmen auch in Deutschland ins Kreditgeschäft einzusteigen. Dies ist jedoch nicht für Privatpersonen gedacht,  sondern richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen.

2013 hat die Paypal die Kreditvergabe für Kleinunternehmen in den USA gestartet und seitdem auf Australien und Großbritanien ausgeweitet. Das Paypal Working Capital hatte im Sommer 2016 zwei Milliarden US-Dollar an Krediten erreicht. Diese gingen an 90.000 Unternehmen.

Paypal verlangt für die Kreditvergabe keine Zinsen, sondern fordert eine einmalige Gebühr. Über Umsätze im Onlinehandel zahlen die Kreditnehmer den Kreditbetrag zurück.

Aufschläge bei Online-Zahlungen bald untersagt

Zum Jahresanfang 2018 ist es Onlinehändlern untersagt, Zusatzentgelte für Kartenzahlungen, Überweisungen und Lastschriften zu verlangen. Das Bundeskabinett hat einen entsprechenden Gesetzesentwurf verabschiedet. Ziel des Entwurfs ist es, die zweite Zahlungsdiensterichtlinie der EU umzusetzen.

Grundsätzlich werden alle Aufschläge bei allen Überweisungen und Lastschriftverfahren im SEPA-System untersagt. Auch kostendeckende Aufschläge sollen untersagt werden, wenn es sich um eine verbreitete Zahlungsmethode handelt.

Es liegen noch keine Informationen darüber vor, wie die Regelung bei Zahlungsdienstleistern wie Paypal oder Paydirekt aussehen wird.

Zu den Änderungen für Online-Zahlungen, soll auch die Sicherheit weiter verbessert werden. Künftig sollen min. 2 von 3 Merkmalen (Passwort, Besitz einer Chipkarte, Fingerabdruck) zur Autorisierung einer Zahlung nötig sein. Standards  dazu sollen demnächst von der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde veröffentlicht werden.

#barzahlen.de wächst weiter

Der Online-Newbie „barzahlen.de“ wächst weiter in ansehnlichem Tempo.  Inzwischen gibt es mehr als 10.000 Filialen in Deutschland, die barzahlen.de anbieten.  Im Jahr 2014 berichteten wir über den großen Deal mit der Telekom, der schlagartig alle Telekom-Shops in barzahlen-Anbieter verwandelte. Seitdem sind noch hinzugekommen: Budni, Penny und Rewe. Bereits an Bord waren real und dm.

Barzahlen existiert seit 2011 und ermöglich Endverbrauchern online einzukaufen, den Einkauf aber im nächstgelegenen Geschäft zu bezahlen. Das sorgt bei dem Endverbraucher für ein Stück Anonymität und ein sicheres Gefühl (es können keine Bankdaten ausgespäht werden).  Der Onlinekauf wird einfach zusammen mit dem Wochenend-Einkauf an der Kasse des Supermarktes bezahlt.

Vorteil für den Händler: Wenige Augenblicke später springt die Bestellung im Shop auf bezahlt, und er kann sie versenden. Es ist quasi eine Mischung aus Vorkassenzahlung und Nachnahme – nur ohne die elenden retournierten Nachnahmesendungen.
Zahlt der Kunde nicht, springt die Bestellung nach einer vorher konfigurierten Anzahl von Tagen auf „storniert“.

Wer Nachnahme anbietet, dem können wir Barzahlen.de als Alternative sehr empfehlen.

Für Endverbraucher interessant: inzwischen kann man mit Barzahlen.de auch Geld auf das eigene Konto einzahlen (oder auszahlen lassen) und sogar Reisen bezahlen – im Supermarkt.

#Shopbetreuung jetzt mit neuen Rechnungsfunktionen

Schon gesehen? Wir haben eine neue Rechnungsansicht. Und nicht nur das. Viele neue Funktionen sind hinzugekommen, von denen auch Sie als Kunde etwas haben:

  • Angebote per Knopfdruck annehmen: in jedem Angebot finden Sie ab sofort 2 Knöpfe „annehmen“ und ablehnen. Klicken genügt. Den Rest machen wir.
  • Kundengruppe und Abrechnung online einsehen: Sie kennen das vielleicht von Dropbox. Über einen sehr langen, geheimen Link können Sie (anonymisiert) sehen, wie Ihr aktueller Abrechnungsstand ist.
    Den Link erhalten Sie auf Anfrage.
  • Auf Wunsch Zusendung per Post. Prinzipiell ist es uns ab sofort möglich, alle Rechnungen automatisiert per Post zu versenden. Das mag für große Kunden interessant sein, die die Vorsteuer früher ziehen wollen. Standardmäßig versenden wir aber weiterhin umweltschonend per E-Mail.

Wie immer bei einem Umstieg kann es zu Problemen kommen, wie z.B.

  • Rechnungen, die im Spam Ordner landen
  • automatisierte Mahnungsmail obwohl Sie bereits überwiesen haben oder obwohl wir den Betrag einziehen

Bei Fragen oder Problemen kontaktieren Sie uns gerne!

#Ebay trennt sich von #Paypal

Ein Donnerschlag am heutigen Vormittag: Ebay will Paypal vom Rest des Konzerns abspalten und an die Börse bringen!

Gleichzeitig tritt ein alter Bekannter seinen Dienst bei Paypal an. Der Bezahldienst wird in Zukunft von Dan Schulman geführt, der früher bei American Express, Sprint, Virgin Mobile etc pp gearbeitet hat.

Gerüchteweise gab es eine Einigung mit dem Großanleger Icahn, der in letzter Zeit lautstark auf den Börsengang von Paypal gedrungen hatte. Zudem ist es eine logische Konsequenz auf die Bemühungen der Konkurrenz, in den Markt des mobilen Bezahlens vorzudringen, allen voran Apple und Google.

Ziemlich wahrscheinlich wird der Börsengang Paypal guttun, denn dann hat das Mutterschiff der Firma nichts mehr zu sagen und somit können die innovativen Geister in der Paypal Programmierstube endlich wieder tätig werden.

Das Einzige, was nun in die Quere kommen könnte, wäre eine feindliche oder freundliche Übernahme durch Alibaba.  Dann würde es so richtig spannend werden, was ich nicht unbedingt positiv meine.

Mindestlohn 8,50 ab dem 1. Januar – hohe Geldbußen bei Verstoß

Zum 1. Januar 2015 kommt der Mindestlohn von 8,50 für alle Arbeitnehmer(*), es sei denn es handelt sich um tarifgebundene Arbeit oder um Arbeit auf Grundlage des Arbeitnehmerentsendegesetzes / Arbeitnehmerüberlassunggesetz. Mit anderen Worten, nahezu alle Versandhändler sollten sich darauf einstellen, das sie ihren Packern, Telefonisten, Bürokräften ab dem 1.1.2015 die 8,50 bezahlen müssen.

Bei Verstoß gibt es Geldbußen bis zu einer halben Million Euro.

 

 

 

 

*außer Langzeitarbeitslose in den ersten 6 Monaten nach Neueinstellung, Azubis und Jugendliche unter 18 Jahre ohne abgeschlossene Berufsausbildung sowie Praktika bis maximal 6 Wochen, keine Rechtsberatung sondern Hörensagen!